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Mongaguá
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Eine Gruppe Kinder und Trainer auf einem Platz unter Plattenbauten

02  /  Modell / 02

Ein Team entsteht nicht
nur auf dem Platz.

Rund um das Training entsteht Nachbarschaft — Eltern, Trainer, ältere Spieler. Genau das hält ein Kind beim Sport, auch wenn es gerade keine Lust hat.

01Warum Gemeinschaft

Sportprogramme für benachteiligte Kinder gibt es viele. Die meisten enden, wenn die Förderung ausläuft und die Leute abreisen. Zurück bleibt ein Platz und niemand, der darauf steht.

Mongaguá unterscheidet sich in einem Punkt: Jeden Standort leitet jemand, der dort wohnt oder täglich dort ist. Er ist nicht für ein Projekt angereist. Er ist von dort.

Deshalb lässt sich das Modell übertragen — und deshalb verschwindet es nicht, wenn die Förderung endet.

Kinder, Eltern und Trainer gemeinsam auf dem Platz

02Was rund um das Training passiert

Sechs Dinge, die ein
Team zusammenhalten

Das ist der Teil, den von außen niemand sieht und der darüber entscheidet, ob ein Kind ein Jahr bleibt oder drei Wochen.

01

Trainer aus dem Viertel

Kein externer Kursleiter mit Vertrag. Ein Nachbar, den die Kinder kennen und auch außerhalb des Trainings treffen. Oft der erste Erwachsene außerhalb der Familie, dem sie vertrauen.

02

Eltern am Spielfeldrand

Rund um das Training treffen sich Menschen, die sich bis dahin nur im Aufzug begegnet sind. Es entsteht Nachbarschaft, wo vorher nur eine Adresse war.

03

Ältere ziehen die Jüngeren mit

Wer im Team groß wird, bleibt meist — als Co-Trainer oder einfach als jemand, der kommt und mit den Kleineren spielt.

04

Verantwortung im Kleinen

Pünktlich kommen, das Trikot mitnehmen, auf den Jüngeren warten, aufräumen. Kleine Verpflichtungen, die sich zu etwas Größerem summieren.

05

Netz über Städte hinweg

Achtzehn Teams sind nicht achtzehn getrennte Vereine. Sie treffen sich bei Turnieren und sind gemeinsam ins Ausland gefahren.

06

Ohne Stigma

Niemand ist hier „ein Kind aus einem ausgegrenzten Viertel“. Er ist ein Spieler mit gutem linken Fuß oder ohne. Dieser Unterschied ist entscheidend.

18

Teams, verbunden zu einem Netz

5

Standortleitungen mit auffindbarem Kontakt

2015

Jahr, in dem das erste Team entstand

1

gemeinsame Auslandsfahrt aller Standorte

Die übrigen Kontakte zu den Standortleitungen tragen wir nach — siehe Seite Kontakt.

03Wie ein neuer Standort entsteht

Wir gründen keine Filialen.
Wir helfen Menschen beim Start.

Mongaguá breitet sich nicht von oben aus. Fast immer meldet sich jemand, der vor Ort schon etwas tut, und sucht Rückhalt und einen Namen, hinter dem er stehen kann.

  • jemand vor Ort meldet sich — ein Trainer, ein Elternteil, eine Fachkraft
  • wir einigen uns auf eine Fläche, auf der regelmäßig trainiert werden kann
  • die ersten Trikots und Bälle kommen aus dem Netz, nicht aus einem Einkauf
  • der neue Standort läuft die erste Saison unter den Fittichen des Gründungsteams
  • das erste Turnier mit den anderen Teams entscheidet meist, ob es hält
  • Verwaltung und Förderungen laufen zentral, damit der Trainer trainieren kann
Ein Trainer mit einer Gruppe Kinder in Mongaguá-Trainingsjacken
Abendtraining auf einem Außenplatz
Abendtraining
Spieler mit Pokal und Urkunde nach dem Turnier
Turnier zwischen den Standorten
Spieler nach dem Spiel an einem Tisch mit Essen
Nach dem Spiel

04Häufige Fragen

Was am häufigsten gefragt wird

Immer jemand von dort. Kein externer Kursleiter mit Vertrag, sondern ein Nachbar, den die Kinder auch außerhalb des Trainings treffen.

Bei Turnieren und gemeinsamen Aktionen. Genau das macht aus achtzehn getrennten Teams ein Netz — und für die Kinder ist es oft die erste Fahrt aus dem eigenen Viertel.

Nach und nach und unterschiedlich. Mancherorts stehen sie nur am Spielfeldrand, anderswo fahren sie Kinder zu Turnieren oder helfen bei der Pflege der Fläche. Wir verlangen nichts davon, aber alles hilft.

Das ist die verwundbarste Stelle des ganzen Modells. Deshalb versuchen wir, an jedem Standort mindestens zwei Menschen zu haben und ältere Spieler nach und nach die jüngeren Gruppen übernehmen zu lassen.

Kinder spielen mit einem Ball auf Asphalt zwischen Plattenbauten

„Es entstand daraus, dass ich den Jungs zugesehen habe, wie sie draußen spielen. Eigentlich haben sie keinen Ort zum Spielen. Und keine Richtung. Die wollte ich ihnen auch geben.“

Lukáš Pulko — Gründer

Nächster Teil des Modells

Gemeinschaft kann man nicht kaufen. Aber unterstützen.

Mitarbeitende einbinden, ein gemeinsamer Sporttag, ein Spielfeld reparieren. Dinge, bei denen man sieht, wer sie gemacht hat.